Fleißig, Fleißig, der gute Jim Ross. Während einige Fans sicher noch nicht dazu gekommen sind, seinen letzten, ausführlichen Blog zu lesen, steht bereits der nächste an. Auch dieser ist wieder so ausführlich wie abwechslungsreich, die Highlights seien hier kurz erwähnt.
Zu Beginn des Blogs schreibt Ross, wie sehr er sich freut die Rattlesnake wieder bei Raw zu sehen. Er sei sich sicher, dass Austin bis zu Wrestlemania relativ häufig in den Shows auftauchen werde. Die Fan-Reaktion am Montag in Phoenix bei Austins Auftritt sei einmalig gewesen, weshalb er und Lawler auch nichts gesagt hätten, um den Moment nicht zu zerstören. Es sei sehr, sehr lange her, dass er zuletzt so einen echten, lauten und dermaßen intensiven Jubel von den Fans gehört habe, als ein Superstar zum Ring kam. Mehr oder weniger im gleichen Atemzug erwähnt Ross zudem, dass die Raw-Ausgabe vom letzten Montag außerdem die absolute Nr. 1 im US-Fernsehen war: „That’s on all of TV, broadcast or cable."

Das Undertaker-Batista Match betreffend lobte Ross einmal mehr die ungebrochene Siegesserie vom Taker bei Wrestlemania und betonte, dass er es selbst nicht gern sehen würde, sollte der Taker verlieren. Generell sei das Match so groß, dass man es wohl als letztes Match des Abends laufen lassen werde – zumindest hoffe er dies.

Ross schreibt auch darüber, warum man über so viele ehemalige Wrestling-Stars heute nur negative Schlagzeilen liest. Ross erklärt es sich damit, dass die Wrestler damals weit weniger verdient hätten als heutzutage, außerdem seien viele schlecht beraten gewesen und hätten demnach viele finanzielle Fehler gemacht.

Ein paar wenige Sätze verliert Ross auch zu den Gerüchten, Hogan könne eine eigene Company aufmachen. In seinen Augen sei das aber eher unwahrscheinlich, der Hulkster sei intelligent genug, die Finger von so einem großen Projekt zu lassen.

Ein Leser fragte ihn per Mail, ob die Announcer Scripts bekämen und so die Show schon in jedem Detail vor der Sendung kennen. Laut Ross bekommen die Kommentatoren lediglich sogenannte „Run Sheets", auf denen vermerkt ist, wann welcher Sponsor zu nennen ist und solche Dinge. Ansonsten versucht man die Kommentatoren einigermaßen im Argen zu lassen. Ross findet das gut, denn je weniger er wisse, was in einer Sendung passiert, so mehr könne er mitfiebern, sich überraschen lassen und alles rüberbringen. Er spreche hier zwar nicht für alle Kommentatoren, aber zumindest für sich selbst und King Lawler. Dieser wäre, so Ross, auch zufrieden, wenn er überhaupt nicht wisse, was in einer Sendung passiert. Jerry mag es wohl einfach, zu sehen und unmittelbar zu reagieren.

Die Überlegungen, ECW-Tag-Team-Titel einzuführen, halt Ross für falsch und unreif. Wenn die dafür Verantwortlichen denken, es sei nötig, sollen sie es tun, aber er halte nichts davon : „6 man titles? Absolutely not, as I know that’s more Bar-B-Q than a redneck can eat."

Jim Ross wird nicht Jerry Lawler in die Hall Of Fame einführen. Lawler hat jemand anderen im Hinterkopf und jeder Inductee wählt seinen Presenter selbst.

Ein Fan fragt, ob Mick Foley Stress mit einigen Leuten hinter den Kulissen der WWE bekommen könnte, da sein Buch doch sehr gradlinig geschrieben ist. Ross könne sich das gut vorstellen, allerdings sollten diese Leute schnell drüber wegkommen, da Foley nun mal ein sehr direkter Mensch sei und einfach nur seine Sicht vieler Dinge schildere.

Was Chris Jericho angeht, so schreibt Ross, dass dieser im Moment das Leben genieße, vielen Projekten nachgehe, Zeit mit seinen Kindern und seiner Frau verbringe. Allerdings denkt Ross nicht, dass wir ihn nie wieder im Ring sehen würden. Er wird sicherlich zurückkehren, aber wann das sein wird und was er in der Zwischenzeit noch so alles macht, lässt sich nicht leicht sagen.

Ross schneidet noch ein paar andere Themen an, zum Beispiel ob Orlando der Ort für die nächste Wrestlemania sein könne, den Robocop-Auftritt in der WCW und warum er das Business nach wie vor so liebt. Der Blog ist etwas kürzer als sonst, dennoch sehr lesenswert. Schaut einfach mal rein!