Die U-Bahn setzte sich knirschend in Gang. Es war wie immer um diese Zeit unvorstellbar voll. Sie konnte sich kaum rühren, so eng war es. Die Menschen standen dicht an dicht. Unwillkürlich lehnte sie sich etwas zurück und stieß an einen muskulösen Körper.

Beim Blick über ihre Schulter sah sie für Sekundenschnelle in zwei dunkelbraune Augen und ein männliches Gesicht. Sie geriet leicht aus dem Gleichgewicht. Eine Hand stützte sie. Errötend murmelte sie: „Vielen Dank!“ Hinter ihr stand einer der attraktivsten Männer, den sie jemals gesehen hatte. Sie schloss die Augen. Menschen stiegen ein und aus.

Sie hätte nicht sagen können, an welcher U-Bahn-Station sie die Hand an ihrem Po zum ersten Mal bemerkte. Anstatt zu erschrecken und automatisch dagegen zu reagieren, genoss sie diese unwirkliche Berührung. Die Hand war kräftig und wusste anscheinend genau, was sie zu tun hatte. Geschickt suchten sich die Finger den Weg unter ihr kurzes Baumwollkleid.

Erst widerstrebend schuldbewusst, dann dem erregenden Wunsch nach mehr nachgebend, verlagerte sie ihr Gewicht so, dass sie ihre Beine etwas spreizen konnte.

Ein fester Männerkörper presste sich dicht an sie. Die Finger tauchten in ihren Slip.

Erst vorsichtig zaghaft, dann etwas fordernder. Sie öffnete unter dem Griff ihre Beine so weit es ihr in der dichten Menschenmenge möglich war. In Gedanken sah sie das erotische Gesicht des Mannes hinter ihr vor sich und wurde feucht im Schritt. Sie stöhnte lautlos.

Obwohl sie gern mit ihm alleine gewesen wäre, hatte diese verbotene Situation etwas ungemein Prickelndes, was sie über alle Maßen erregte. Sie spürte die Härte seines Geschlechtsteiles an ihrem Rücken. Die Finger spielten so gekonnt an ihrem Kitzler, dass es ihr den Atem verschlug. Das konnte doch nicht war sein! Wenn Sie der Hand nicht Einhalt gebot, würde sie ihren ersten Orgasmus in einer völlig überfüllten U-Bahn erleben. Zaghaft versuchte sie die Hand aus dem Slip zu ziehen. Sie stieß auf heftigen Widerstand. Die Hand schien tief in sie eintauchen zu wollen und hatte ihren sensibelsten Punkt fest im Griff. Von nun an wurde ihre Umgebung unwirklich. Sie ergab sich.

Das drängende Gefühl ihres Unterleibes bestimmte sie und duldete keinen Widerstand. Nichts wünschte sie sich sehnlicher als ihrer Lust freien Lauf lassen zu können.

Sie musste an sich halten, sich nicht den Slip herunter zu ziehen. „Nun mach schon.“, knirschte sie mit zusammengebissenen Zähnen, „…erlöse mich.“

Die Hand wurde immer schneller. Als sie meinte, es nicht länger ertragen zu können, erreichte sie den Höhepunkt. Sie kam so intensiv, dass sie glaubte zu explodieren.

Die U-Bahn fuhr kreischend in den nächsten U-Bahnhof ein und übertönte ihr erregtes Stöhnen. Sie schwitzte und zitterte am ganzen Körper.

Die Hand zog sich abrupt aus ihrem Slip zurück. Die Stimme an ihrem Ohr klang heiser: „Na Puppe, hab ich es dir ordentlich besorgt? Du warst ja wohl überfällig!“

Sie stutzte und ihr Herz schien für einen Moment still zustehen. Irgendetwas stimmte nicht! Beunruhigt drehte sie sich um und starrte in zwei eiskalte Augen in einem unsymphatischen wirkenden Gesicht. Sie hatte das Gefühl, erniedrigt worden zu sein und dennoch wars ja ein genuss gewesen.

„Was ist? Dein Adonis ist schon lange ausgestiegen. Jetzt sag bloß noch , dass es dir nicht gefallen hat.“ Er flüsterte ihr ins Ohr: „Als kleines Dankeschön könntest du jetzt ruhig mir was Gutes tun. Ich wohn` an der nächsten Station. Wie siehts aus…?“

Sie stieß ihn zur Seite und sprang im letzten Moment aus der geöffneten U-Bahn Tür. Stolpernd rannte sie die Treppe hoch, winkte vorm U-Bahn Eingang einem Taxi, stieg ein und ließ sich  zu ihrem Termin fahren. Ihr Gesicht brannte heiß vor Scham und Empörung.