Mein Weg führt mich, wie jeden Morgen, an einem großen Hotelkomplex vorbei. Normal beachte ich dieses Gebäude kaum, so vertraut ist es mir . Doch heute zieht es mich an, wie ein Magnet , irgendetwas ist heute anders. Mit bestimmtem Schritt gehe ich auf das Eingangsportal zu und betrete die Empfangshalle. Es ist früh am Morgen und nur wenige Gäste tummeln sich  in der Lobby.  Ein Stück von mir entfernt öffnet sich die Tür des Fahrstuhls. Erst zögere ich, doch dann eile ich schnell zum Aufzug, um nach oben zu fahren.  Einige der Gäste unterhalten sich über ihre Vorhaben für den Tag und je weiter wir nach oben kommen, je weniger Gäste verbleiben im Fahrstuhl zurück. Mein Inneres ist irgendwie zittrig  und sehr nervös. In der Annahme alleine zu sein, drehe ich mich um und wende meinen Blick dem Spiegel zu. Noch einmal wollte ich prüfen, ob mein Äußeres korrekt gepflegt ist. Schnell noch eine Haarsträhne aus der Stirn gestrichen. Plötzlich spüre ich einen warmen Atemzug an meinem Nacken, wie aus dem Nichts tauchen Hände auf, die sich von hinten über meine Augen legen, erschrocken will ich Aufschreien –Panik überkommt mich. Sanft und doch bestimmend legt mir dieses fremde Wesen eine Augenbinde aus schwarzem Satin um. Nochmals versuche ich zu Schreien, doch ehe ich mich versehe, drückt mir jemand ganz zart seine Hand auf meinen Mund. Tausend Gedanken durchströmen mein Gehirn. Hin und hergerissen von der Magie dieser Situation erschaudert mich . Ängstlich und nichtsahnend was da auf mich zukommt, begebe ich mich in die Hände einer mir fremden Person. Die Tür des Aufzugs geht auf und eine leise, aber rauhe Stimme fordert mich höflich auf, hier auszusteigen. Die männliche Stimme flüsterte mir ins Ohr:“ Du musst keine Angst haben, nichts wird dir geschehen – vertraue mir – lass dich fallen und ich werde dir das Tor zu einer anderen Welt öffnen. Ohne eigenen Willen folge ich dem Mann. Es ist beengend und ich fühle  einen Korridor, den wir entlang gehen. Kaum zwei Minuten sind wir unterwegs , als ich merke wie er einen Schlüssel in ein Türschloss steckt. In diesem Moment durchflutet mich eine Hitze – Ausbrüche der Angst und doch irgendwie magisch gefesselt, folge ich der Person in das Hotelzimmer,
mein pochendes Herz verrät mein inneres Verlangen die Neugier zu stillen. Wer? Wer steckt hinter diesem Wesen, das es fertig bringt mich aus der Fassung zu bringen. Wer hat es geschafft, dass ich meine Prinzipien über Bord geworfen hatte. Ich spürte wie dieser Mann der mir irgendwie unheimlich war, mich aber doch immer mehr faszinierte, mir die Augenbinde abnahm. Ich öffnete langsam die Augen, flackerndes Kerzenlicht erhellte einen sich warm anmutenden Raum, der in weiches sanftes Rot getaucht war. Lange weiße Vorhänge wallten im Raum, der Duft frischer Blumen verwöhnte meinen Geruchssinn. Vor mir stand ein riesiges Bett eingehüllt in rotes Satin…"die Sünde" , dachte ich mir. Langsam drehte ich mich um, Zaghaft, nicht wissend was mich erwarten wird. Da stand Er. 1000 fach geträumt, zu Fleisch geworden. Schritt für Schritt trat ich zurück, er folgte mir. Und ich wollte das er mir folgt. Meine Angst hatte sich in Verlangen verwandelt. Das Verlangen diesen Mann zu wollen, heute und hier. So wie ich es schon tausendmal geträumt hatte. Ich setzte mich auf´s Bett und sah zu Ihm auf. Sein Körper kam mir so mächtig vor. Als seine Hände meinen Kopf berührten, spürte ich tausend Blitze durch meinen Körper zucken. Sanft streichelte er durch mein Haar. Und ich schloss die Augen und ließ es geschehen. Seine sanfte und doch bestimmte Stimme sagte: "Du hast nach mir gerufen, nun, hier bin ich!" Langsam erkundeten seine Hände meinen Körper und als seine Lippen meinen Körper berührten kam ein Seufzen aus meinem Mund. Ich spürte wie mein Körper immer heißer wurde, erste Schweißperlen kamen zum Vorschein. Langsam öffnete ich sein Hemd, ich wollte den Geschmack seiner Haut auf meinen Lippen spüren. Mein Körper zitterte vor Begierde, ja ich begehre…..Seine Lippen liebkosten meinen Körper, zärtlich saugend an meinen Brüsten. Seine Zunge umkreiste meinen Nabel, leicht wie eine Feder strich  ich ihm durchs Haar und drückte ihm meinen Körper entgegen. Sein Kopf wanderte weiter, ich öffnete meine Schenkel und ließ ihn gewähren.
Ein Gefühl ,als berühre der Himmel die Erde, wurde in mir geboren …als fließe Lava aus dem Inneren eines Vulkans. Wärme durchströmte meine Adern und ließ das Blut heftig pulsieren. Er entlockte mir, mit der Zärtlichkeit seiner Hände,  eine leises Stöhnen. Seine Zungenspitze wanderte gefühlvoll über  die seidigweiche Haut meiner Oberschenkel, entlag zu den malerisch schönen Spitzen meiner  Seidenstrümpfe. Behutsam, als hätte er das Blütenblatt einer Rose in seinen Händen, strich er an meinen wohlgeformten Beinen entlang und streifte mir meine Stiefel aus purpurnem Leder ab. Meine Augen waren noch immer geschlossen, ich rekelte mich auf dem Lacken aus Satin und grub mein Gesicht in den Duft der das ganze Zimmer durchflutete. In meinem Kopf konnte kein normaler Gedanke Fußfassen –  ist es real oder nur Fiktion ? Können Träume leben – all diese Fragen stellten sich mir – die Grenzen zwischen Realität und  träumender Fantasie verschwommen immer mehr ineinander. Da war ich nun  allein mit ihm,  In mir loderten Flammen, ein Feuerwerk der sinnlichen Emotionen, genährt von der Schönheit und der sanften Sinnlichkeit, die von diesem Mann ausging. Keine Frage, ich wollte mehr. Ich wollte ihn spüren, intensiv und  ohne Hemmungen. Mich fallen lassen und mich dem Spiel der Gefühle hingeben…
 
Und der Rest überlasse ich nun ganz eurer Phantasie 😉
 
Lieben Gruß und Kuss
Eure Schloddi